Angesichts der vielen gekauften Einkaufswagen …
Das Dorf St. Georg mitten in Hamburg ist zum Glück in der Lage einige Supermärkte zu beherbergen, die für einen Euro einen Einkaufswagen ‚verkaufen‘. Dies ist ein innovativer unverzichtbarer Beitrag zum ÖPNV und hilft durch Substitution die Belastung der hiesigen Straßen durch private PKW zu minimieren. Wie man an vielen Stellen im Stadtteil St. Georg erkennen kann, wird diese freiwillige Serviceleistung der Discounter auch gut angenommen.
Einkaufswagen: Beschaffung von Ersatzrädern
Der schreibende Kollege Don Vanone hat sich dankenswerterweise eines Problems angenommen, das vielen Besitzern eines Einkaufswagens erst nach geraumer Zeit – pflegliche Behandlung vorausgesetzt – zu Bewusstsein kommen dürfte.
(...) Aber gestern ist mir dann eine Sache aufgefallen: Das rechte Vorderrad ist total abgefahren (ich nutz den Wagen schon lange nicht mehr nur zum Einkaufen und so hat er schon etliche Kilometer hinter sich gebracht) und müsste dringend ausgewechselt werden. Und da ich (wie eingangs erwähnt) ein sehr umweltbewusster Mensch bin, will ich mir nicht gleich einen neuen Wagen kaufen, sondern nur ein Ersatzrad. Leider konnte ich in Ihrem Laden so etwas nicht finden und auch die Bedienung schien etwas überfragt gewesen zu sein. Darum wende ich mich nun an Sie: Haben sie ein Ersatzrad (am besten gleich vier, da die anderen drei Räder wohl auch nicht mehr lange mitmachen) für mich? (...)
Die Behandlung dieser sehr konkreten Frage findet sich unter Tach, Post! (XXVII): Einkaufswagen und zeigt auch, dass die großen Discounter sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung voll bewusst sind. Die Dienstleistung am Einkaufswagen scheint allerdings noch ein aussichtsreiches Feld für innovationsfreudige Jungunternehmer zu sein.
Arbeitsmarkt: Die handbetriebene Straßenbahn
Suche: Amazon zu Supermarkt, Ebay zu Supermarkt
In Zeiten der Rohstoffverknappung und bei gleich bleibender Lage auf dem Arbeitsmarkt ist es vielleicht Zeit in Hamburg über bewährte Spezialitäten des ÖPNV nachzudenken:
(...) Eine Spezialität im Öffentlichen Personennahverkehr jener Zeit stellte die handbetriebene Straßenbahn dar, welche mit menschlicher Muskelkraft betrieben wurde. Davon gab es mehr als einhundert Betriebe. Am weitesten verbreitet war sie im japanischen Einflussbereich, vor allem im heutigen Taiwan. Dort existierten rund 60 Bahnen, von denen die Shenten Straßenbahn bis vor wenigen Jahren noch als Touristenattraktion existierte. Weitere 20 gab es in Japan und Korea. 18 existierten in den ehemaligen europäischen Kolonien in Afrika, hauptsächlich im heutigen Mosambik. (...)
Bei geeigneter Trassenführung – z.B. beim ‚Sprung über die Elbe‘ – könnten auch heute noch vernachlässigte Stadtteile, sowohl für den Tourismus als auch für den Einzelhandel, auf interessante Weise erschlossen werden. Auch die Diskussion über die möglichst teure Anbindung der Hafencity an das Hamburger HVV-Netz – Stichwort U4 – könnte einen völlig neuen arbeitsmarktpolitischen Anschub für die Region Hamburg geben.
Sauberes Hamburg: Weniger Schadstoffe, besseres Leben!
Da die Wirtschaft wieder anzieht und der Verbraucher einen echten Bedarf am Konsumieren in St. Georg zeigt, wird es immer dringender über umweltschonende Alternativen zum motorisierten Einkaufswagen nachzudenken!